Weitere Informationen zu Glaukom-Chirurgie (Chirurgie des Grünen Stars)
Die Bezeichnung Grüner Star umfasst als Sammelbegriff verschiedene Augenerkrankungen, deren gemeinsames charakteristisches Kennzeichen eine Erhöhung des Augeninnendrucks ist. Mit dem medizinischen Fachausdruck wird der Grüne Star als Glaukom bezeichnet, abgeleitet aus dem Griechischen glaukós für graublau.
Der grüne Star (Glaukom) ist eine weit verbreitete Augenkrankheit. Etwa zwei Prozent aller Menschen über 45 Jahre leiden an einem Glaukom. Der grüne Star wird durch eine Schädigung des Sehnervs mit darauf folgendem Gesichtsfeldausfall bei relativ zu hohem Augeninnendruck charakterisiert. Zum Druckanstieg im Auge kann es plötzlich (akutes Glaukom) oder schleichend (chronisches Glaukom) kommen. In jedem Fall besteht die Gefahr, dass der hohe Druck im Innern des Auges den Sehnerv schädigt und so die Sehkraft schwer beeinträchtigt oder - im schlimmsten Fall - zur Erblindung führt. Der grüne Star gehört zu den häufigsten Ursachen für eine Erblindung in der westlichen Welt.
Dem Druckanstieg im Auge liegt fast ausnahmslos eine Abflussbehinderung des Kammerwassers zugrunde, also der Flüssigkeit, die sich in der vorderen und hinteren Augenkammer befindet. Das Kammerwasser wird von den Fortsätzen des Ziliarkörpers im Ansatz der Regenbogenhaut (Iris) gebildet und versorgt Hornhaut und Linse mit den nötigen Nährstoffen. Es fließt über ein System feiner Kanälchen (Trabekel) im Kammerwinkel in den so genannten Schlemm-Kanal. Im gesunden Auge besteht ein Gleichgewicht zwischen Kammerwasserproduktion und Kammerwasserabfluss, so dass der Augeninnendruck konstant zwischen 14 und 20 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule, die gleiche Einheit, in der der Blutdruck gemessen wird) bleibt.
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